Bis zu 3000 Euro Pflegebonus sind im Gespräch

 

Nach fast zwei Jahren Pandemie soll es also eine gro.zügige Pflegeprämie von

vielleicht 3000 Euro geben. Dies wird die finanzielle Belastung der Pflegekräfte

verringern und als Wertschätzung aus der Gesellschaft fungieren.

Die Gehälter für Krankenhaus- und Heimkrankenschwestern sind während der

Corona-Pandemie nur leicht gestiegen.

Vollzeitbeschäftigte von Krankenhäusern der 3. Durchschnittsleistungsgruppe hatten

demnach im zweiten Quartal 2021 ein durchschnittliches Bruttogehalt von 3.898

Euro.

Die Regierung strebt an, zeitnah ein Gesetz zu verabschieden, um im ersten Quartal

Sonderzuschüsse zahlen zu können, um den Personalbestand so schnell wie

möglich zu finanziell zu entlasten. Bis zu 3000 Euro pro Person sind derzeit im

Gespräch, dafür will die neue Regierung eine Milliarde Euro bereitstellen.

Die derzeit diskutierten Bonuszahlungen in Höhe von bis zu 3.000 Euro, werden an

Vollzeitkräfte ausgezahlt, wobei Auszubildende und Praktikanten weniger bekommen

werden, der Bonus soll nach derzeitigem Stand wahrscheinlich nur an geimpftes

Personal ausgezahlt werden, diese Sonderzahlungen sind steuer- und abgabenfrei.

Anspruch auf die Bonuszahlung haben wahrscheinlich beschäftigte in den Bereichen

der Notaufnahme und der Intensivpflege.

Der Pflegebonus wurde mittlerweile im Koalitionsvertrag festgehalten, sodass dieser

mit sehr großer Wahrscheinlichkeit umgesetzt wird und es somit nur noch eine Frage

der Zeit ist.

Der Gesundheitsminister fordert wiederum einen Bonus von über 5000 Euro

zuzüglichen weiteren Boni, dieser Bonus soll jedoch nur für Intensivpfleger eingesetzt

werden.

Darüber hinaus fordert der Ministerpräsident von Nordrheinwestfalen einen Bonus

von 500 Euro, dieser fällt somit deutlich geringer aus als die anderen Vorschläge, der

niedrige Bonus bietet auf den ersten Blick keinen Vorteil gegenüber den anderen,

sondern belastet lediglich die Haushaltskasse des Staates nicht so stark.

Die Sonderzahlungen umfassen derzeit nur ambulante Dienste und die

Intensivpflegekräfte, dadurch wird ein großer Teil der Beschäftigten von Anfang an

mit ausgeschlossen, Verbände fordern deshalb einen weiteren Bonus für

Arbeitnehmer in der Altenpflege, denn diese arbeiten nicht nur mit durchgehendem

Personalmangel, sondern auch unter geänderten Bedingungen, als Folge der

Pandemie.

Zusätzlich zu der erweiterten Pflegeprämie soll es eine zeitlich begrenzte

Lohnsteuerbefreiung geben, dies soll als ein weiteres Zeichen der Wertschätzung

gegenüber Beschäftigten gelten und diese somit in arbeitsreichen Zeiten entlasten.

 

Pflegekräfte in der Pandemie

 

Menschen, die aufgrund von Erkrankungen pflegebedürftig sind, können unter

Bestimmten Umständen einem schweren Fortschreiten der Lungenerkrankung

COVID-19 ausgesetzt sein, die durch das Corona Virus SARSCoV2 verursacht wird.

Obwohl die Krankheit bei etwa 80 % der mit dem Coronavirus infizierten Personen

als relativ harmlos gilt, können insbesondere ältere Menschen oder Personen mit

bestimmten Vorerkrankungen anfälliger für einen schweren Verlauf sein. Dazu

zählen neben Lungenerkrankungen wie COPD oder Asthma auch Herz-Kreislauf-

Erkrankungen und Diabetes. Deshalb ist die Corona Pandemie eine der größten

Bedrohungen seit Jahrzehnten, nicht nur im alltäglichen Leben werden den

Menschen zahlreiche Herausforderungen abverlangt. Die mit Abstand größten

Herausforderungen befinden sich im Bereich der Pflegekräfte und den zuständigen

Medizinern.

Der Großteil der Pflegekräften arbeitet seit fast einem Jahr ununterbrochen gegen

die Corona Pandemie, dennoch wurde dieser Berufsgruppe zu wenig

Aufmerksamkeit geschenkt.

Vor allem Pflegekräfte stehen in der Bekämpfung der Corona Pandemie an

vorderster Front und setzen sich tagtäglich Gefahren aus, um kranken Menschen zu

helfen.

Für die Pflegekräfte in Deutschland ist die COVID-19-Krise kurz- und mittelfristig mit

beispiellosen wirtschaftlichen Herausforderungen verbunden. Neben der Versorgung

der Pflegebedürftigen besitzt die Aufrechterhaltung der Medizinischen Infrastruktur

höchste Dringlichkeit.

Deshalb versuchen Beschäftigte in ganz Deutschland ihr Bestes, um gesundheitlich

angeschlagene und pflegebedürftige Menschen vor der neuen Coronavirus-Infektion

zu schützen.

Dazu gehören Mitarbeiter, die Maßnahmen der Bundesregierung und generell „Social

Distancing“ einhalten.

„Soziale Distanzierung“ bezieht sich eindeutig auf Körperkontakt. Pflegebedürftige

freuen sich heutzutage besonders über die emotionale Intimität mit ihren Pflegern, da

diese oftmals die einzigen Ansprechpartner in der Isolation sind.

Daher werden auch andere Aufgaben als die allgemeine Pflege immer vielfältiger.

Pflegekräfte sind oft die einzigen Helfer des Patienten und müssen gerade an

schwierigen Tagen ein Lächeln bewahren.

Durch diese vielen neuen Rahmenbedingungen ist das Arbeitsumfeld nicht nur

vielfältiger, sondern auch anspruchsvoller geworden.

 

Der Pflegebonus wird auch von diversen Gewerkschaften wie z.B. ver.di begrüßt

 

Gewerkschaften fordern darüber hinaus einen Bonus für alle medizinisch tätigen

Berufsgruppen in z.B. Krankenhäusern, der Altenpflege, den Reha-Einrichtungen

und der Behindertenhilfe.

Weiterhin ist anzumerken das auch Sachleistungen als Bonusleistungen zulässig

sein können, diese alternative ist z.B. besonders attraktiv bei Einkaufsgutscheinen

oder eine Aufteilung von Sachleistungen und Sonderzahlungen.

Außerdem sind zahlreiche Sonderzahlungen entweder vom Staat oder vom

Arbeitgeber bis einschließlich März steuerfrei, jedoch nur bis zu einer Summe von

1500 Euro.

Trotz dieser Versprechen und der Bonusse wie Sonderzahlungen oder

Steuervergünstigungen, verdienen viele Pflegekräfte langfristig immer noch zu wenig

und Prämien bringen deshalb nur oberflächlich etwas und tragen nicht zur

Verbesserung der Arbeitsbedingungen bei.

Deshalb müssten neue Fachkräfte eingestellt und das Gehalt deutlich angehoben

werden, damit sich der Arbeitsalltag wieder beruhigt, vor allem in Zeiten der Corona

Pandemie werden den Beschäftigten immer wieder Höchstleistungen abverlangt und

keine sonderbaren Gehaltserhöhungen durchgesetzt.

Deswegen fordern Arbeitnehmerverbände eine allgemeine Erhöhung des

Bruttogehalts und eine Entlastung im Pflegedienst.

Außerdem gibt es in zahlreichen anderen Branchen bereits Corona Bonusse, wie

z.B. bei der deutschen Post, deshalb ist es selbstverständlich das die Pflegekräfte als

essenzielle Kraft in zeitnaher Zukunft ebenfalls einen bekommen.

Abschließend ist zu sagen das der neue Pflegebonus innerhalb der ersten

Jahreshälfte 2022 kommen wird und das dieser vor allem für die bereits genannten

Berufsgruppen in der Intensivpflege und der Ambulanz feststeht, nur über die Höhe

von fast 3000 Euro wird derzeit noch verhandelt, außerdem soll das Geld gerecht

aufgeteilt werden, damit es bei den betroffenen Arbeitnehmern ankommen kann.

Am Ende müssen sich Arbeitnehmer aber weiterhin gedulden und Abwarten wie

Verhandlungen zwischen den verschiedenen Verbänden ausgehen, dennoch ist es

Hilfreich sich so früh wie möglich über weitere Bonuszahlungen zu informieren und

gegebenenfalls zu beantragen, damit keiner der Sonderzahlungsfristen verpasst

wird.